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Griechische Tänze

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Bezeichnungen und Einteilungen der griechischen Tänze

Die Tänze, die im kontinentalen Griechenland getanzt werden, heißen Steriani (Festlandstänze), diejenigen der Inseln Nisiotiki (Inseltänze).
Die Namen der griechischen Tänze rühren

- von der Charakter der Bewegungen her, mit dennen sie getanzt werden.
z. B. Syrtos (Schritte), Pidichtos (Hüpfer), Sousta (Federn), Omal (Ruhig),
Issios (Gerade, im Sinne von eine Stimmung),
- von der Region her, in der sie getanzt werden oder in der sie zuerst auftauchten wie
z. B. Zagorissios (Zagori), Rodhitikos (Rhodos), Kerkiraikos (Kerkira = Korfu), Ikariotikos (Ikaria),
- von dem Text des Liedes, das den Tanz begleitet wie z. B. Vasilachontissa, Milia (Apfelbaum), Menuses,
- von der Tanzrichtung des Tanzes wie beim Servos Kassos, Servus Karpathos (nach links),
- von der Tanzaufstellung der Tänzer wie beim Makedonischen Antikristos, Antikristos/Karsilamas Kleinasiens (gegenüberstehend), Diplos ,Klistos
- von der Armhaltung wie z. B. der Zonaradhikos (am Gürtel haltend),Angaliastos
- von den Gegenständen, die benutzt werden wie beim Mantilatos (Tüchertanz), Kutalia (Löffeltanz).
- von der Funktion her, die sie Übernehmen wenn sie getanzt werden.
z. B. Nifiatikos (Brauttanz)


Jede Region hat ihre eigene Form von Tanzschritten und Bewegungen entwickelt. Aus diesem Grund erfordert die vollständige Studie eines traditionellen Tanzes nicht nur den weiteren geografischen Bezirk, sondern den genauen Ort (Dorf oder Region), wo er getanzt wird und zuerst auftauchte. Z. B. stammt der Tanz Tai-Tai aus Thessalien, aus dem Verwaltungsbezirk Kardhitsa, aus der Region Agrafi und speziell aus dem Dorf Aidhonochori. der Bewegungen
Die Schritte unterscheiden sich von Region zu Region und nach der Bodenbeschaffenheit. So haben die Schritte in den Bergregionen viele Elemente des Pidhichtos und wenige einfache Sirtos-Schritte. Im Flachland haben sie Elemente des Pidhichtos und des Sirtos, und die Füße treten/ trampeln öfters auf den Boden. Auf den Inseln und an den Küsten verbinden sie den Sirtos- und Pidhichtosschritt mit komplizierten Bewegungen der Beine.
Allgemein kann man sagen, dass der Tanzstil des Festlandes schwerer, ernster und imposanter ist mit Blasinstrumenten und Trommeln als Hauptinstrumente, während auf den Inseln die schnellen und leichten Rhythmen mit mehr Nachdruck auf Saiteninstrumente vorherrschen.
„Die „Leichte" (Leichtigkeit), die in den Ausführungen der Bewegungen zu verzeichnen ist, der häufige Gebrauch des „Federns" in den Knien, die flachen Sprünge des ersten Tänzers, die normalerweise flach und parallel zum Boden ausgeführt werden, sind einige und nicht die einzigen von den charakteristischen Elementen der Inseltänze. Diese sind das Gegenteil von der Schwere, der harten und kräftigen Schritte und der speziellen Sprünge, die den Stil des Festlands charakterisieren." (P. Loutsaki, Die Musik der Ägäis).

Eine andere Einteilung der griechischen Tänze ist die zwischen den „Sirtos/ Ziehenden" und den „Pidhichtos/ Hüpfenden". Eine ziehende Bewegung auf dem Fußboden mit hauptsächlich ruhigen Bewegungen charakterisiert die Sirtos-Tänze, während bei den Pidhichtos-Tänzen die Hauptmerkmale die Sprünge und Hüpfer sind. Natürlich gibt es auch Tänze, die eine gemischte Form aufweisen und Elemente der zwei Arten beinhalten.

 


Tanzfassungen

Kreis (offen oder geschlossen): Dies ist die am weitesten verbreitete Fassung, die bei den meisten griechischen Tänzen getanzt wird.
Doppelkreis: Diese wird in einigen Regionen wie z. B. in Epirus, Thessalien getanzt. Sie besteht aus einem inneren und einen äußeren Kreis. Im inneren Kreis tanzen die Frauen, im Äußeren die Männer oder umgekehrt wie z. B. beim Tai-Tai.
Labyrinth: In ganz Griechenland finden wir Tänze mit verschiedenen Formen des Labyrinths wie das Labyrinth des engen Korridors (Stenos Dhiadhromos), der Haarnadel (Furketa), der Spirale (Spira), andere des „Zusammenrollens" wie z. b. bei den Tänzen Tsakonikos, Zonaradhikos, Pilioritikos, Kangeleftos.
Gerade Reihe: In dieser Tanzfassung ist die Aufstellung der Tänzer in einer geraden Reihe, einer neben dem anderen wie z. B. beim langsamen Chassapikos und Fisuni.
Paarweise: Wir finden sie hauptsächlich bei den Liebestänzen, bei denen der Tänzer und die Tänzerin gemeinsam die gleichen Bewegungen ausführen oder improvisieren wie beim Ballos.
Gegenüber (Antikristos): Hier tanzen die Tänzer sich gegenüberstehend. Der Antikristos kann entweder nur von Männern, nur von Frauen oder von Männern und Frauen zusammen getanzt werden wie z. B. der Antikristos Zyperns, der Antikristos Kleinasiens (Karsilamas) und der Antikristos Makedoniens.
Es gibt auch Einzeltänze, bei dem vom Tänzer ein Ereignis wie z. B. die Ernte dargestellt wird, dabei benutzt er einen Gegenstand wie z. B. die Sense oder es handelt sich um Tänze von Virtuosen/Meistern z. B. mit Tellern, Messern oder Gläsern.


Armhaltungen
Die gebräuchlichsten sind:
- Haltung mit angewinkelten Armen, an den Händen gefasst (Hände nach oben) -
W-Fassung,
- Haltung mit gestreckten Armen, an den Händen gefasst (Hände unten) -
V-Fassung,
- Schulterfassung, T-Fassung,
- Haltung an den Armen,
- Fassung mit vorne gekreuzten Armen, an den Händen gefasst - Kette,
X-Fassung (geflochtene Fassung),
- Fassung an den Gürteln - Gürtelfassung.


Tanzrichtungen
Wir unterscheiden vier Hauptrichtungen:
- Gesicht in Kreisrichtung: Kreisrichtung bedeutet die Richtung nach rechts, da die griechischen Tänze haben die Richtung nach rechts mit bestimmten Ausnahmen wie z. B. der Zervos von Kassos, der Zervos von Karpathos.
- Rücken zur Kreisrichtung: Da wir gegen die Kreisrichtung gehen, ist der Rücken zur Kreisrichtung ausgerichtet.
- Gesicht zur Kreismitte: Die Schritte werden zur Kreismitte hin gemacht bis der Kreis geschlossen ist. Danach geht man rückwärts, bis der Kreis wieder geöffnet ist.
- Rücken zur Kreismitte: Man steht mit dem Rücken zur Kreismitte hin. Die Schritte werden rückwärts zur Kreismitte hin gemacht bis der Kreis geschlossen ist. Darauf folgen Schritte nach außen, bis der Kreis wieder geöffnet ist.
Außer den vier Hauptrichtungen gibt es noch andere Richtungen wie z. B. das Gesicht zwischen der Richtung zur Kreismitte und zur Tanzrichtung, also schräg nach rechts, die Richtung mit dem Gesicht zwischen der Richtung zur Kreismitte und gegen die Kreisrichtung, also schräg nach links.

Abgesehen von Ausnahmen werden die meisten griechischen Tänze mit dem rechten Fuß begonnen.

 

 

 


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Griechisches Zentrum für Tanz
Hornissenweg 3
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Tel.: 040 / 51 08 77
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