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Karpathos

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Karpathos 

Die Insel Karpathos ist seit dem Altertum besiedelt. In Byzantinischen Zeiten erlebte sie viele Katastrophen. Sie wurde von den Franken, den Venezianern und den Türken erobert. 1821 beteiligten sie sich an der griechischen Revolution und befreiten sich. Sie gehörten zur Athener Allianz. Später wurde sie von den Römern erobert. Unglücklicherweise gaben internationale Verträge sie wieder in die Hände der Türken und nach 1912 in die Hände der Italiener. Sie vereinten sich 1948 zusammen mit dem Rest des Dodekanes mit Griechenland. Karpathos zählt ungefähr 5.000 Einwohner, eine bedeutend geringere Zahl als früher. In den Sommermonaten vermehrfacht sie sich durch die Rückkehr der Emigranten.

Karpathos mit seiner länglichen Form zeigt zwei musikalische Idiome. Im Norden, hauptsächlich in Elympos und Diafani sind die Grundinstrumente die Lyra, dessen Bogen zehn Glöckchen hat, die den Rhythmus betonen, die Tsambouna (Dudelsack) und die Laute, ein Instrument neuerer Zeit. Niemand kann behaupten, dass es in ganz Griechenland eine andere Region gibt, in der sich in solchen Maße die musikalische Tradition erhalten hat. Hunderte von Liedern, viele Jahrhunderte alt, werden bei jedem Anlass vom ganzen Dorf gesungen. Jeder meint die Akriten würden noch leben und die Volksmusen mit neuen Heldentaten inspirieren. Die meisten akritischen Lieder folgen den Melodien der Syrmatischen Weisen (nur zwei Melodien werden erwähnt) oder sind Tischlieder (ohne Takt), seltener auch Zervos- (Tanz nach links) oder Koutsos-Tänze. Das gleiche gilt für die mehrstrophigen Lieder (Balladen), aber es gibt auch einige mit eigener Melodie. Allgemein können wir sagen, dass die 15-silbigen Verszeilen zu den Syrmatischen Melodien gehören, die 13-silbigen zum Zervos und die 11-silbigen zum Gonatistos-Tanz (mit gebeugten Knien). Ältere Forschungen, die sich auf die sprachlichen Idiome Karpathos basieren, unterstützen die Annahme, dass die Elympier direkte Nachfahren der Dorier sind.
Was aber den Besucher erstaunt, ist die Leichtigkeit mit der Sänger, aber auch die einfach Feiernden Mantinaden (Tanzlieder mit improvisierten Reimen) jeder Art zu erschaffen. Die gleiche Leichtigkeit finden wir auch im Süden Karpathos.
Die Tänze des nördlichen Karpathos sind der Syrmatikos, Siganos (langsam) oder Kato Choros, der Pano Choros, der Zervos, der Gonatistos, der Susta, der Arkistis, der Kefalonitika u.a. und ältere wie der Antipatitis, der Tanz des Vlachos und der Angaliastos (umarmend). Der Susta wird nicht so oft getanzt wie andere Tänze. Die Nordkarpathioten ziehen den Siganos und den Pano Choros vor. Manchmal intonieren die Lyraspieler den Susta, der Mantinaden haben kann, aber auch nur instrumental gespielt wird. Eine langsame Variation des Susta ist der Kefalonitika. Gewöhnlich wird der Susta zum Ende der Feier getanzt, wenn das Feuer heruntergebrannt ist. Dann werden auch andere Tänze wie der Kalamatianos, Pentozalis, Ballos usw. getanzt.

Im südlichen Karpathos treffen wir auch noch die Violine und die Laute an. In einigen Dörfern wie Mesochori spielen sie auch die Tsambouna. In einigen Fällen wird die kleine birnenförmige Lyra durch die kretische ersetzt und die Saiten des Instrumentes sind anders gestimmt. Die mehrstrophigen Balladen sind fast vergessen und die Feiern basieren nur noch auf die Mantinaden, welche sich an die Melodien und Tänze anpassen. Als Baud-Bovy seine Aufzeichnungen vor mehr als einem halben Jahrhundert machte, existierte die Lyra noch und die mehrstrophigen Balladen waren weit verbreitet. In Othos und Aperi registrierte er sogar einige zweistimmige Lieder, in denen eine Frau die Melodie singt und eine andere ein flexibles Bordun (Bass) singt und damit die Tsambouna imitierte. Er merkt an, dass dies eine alte Art des Singens war und dass nur die älteren Frauen dies noch beherrschten.
Die Dörfer Menetes, Mesochori und Volada hatten eine reiche musikalische Tradition. Viele Lieder wie Steti (stehend), Kalimeristi (Grüßen), Giristi (Drehen), Kanekemati (Lob, hauptsächlich bei Hochzeiten), die „Lieder der Schaukel", die Klagelieder bei Begräbnissen, Klidoni (Zukunft lesen), Nanarisma (Wiegenlieder) wurden ausschließlich von Frauen gesungen.
Die Tänze des südlichen Karpathos unterscheiden sich sehr von denen des Nordens. Auch wenn sie den selben Namen haben, haben sie eine unterschiedliche Schrittfolge. Hier treffen wir auch andere Tänze wie den Sakellari, den Sirti in Mesochori, den Fumistos bei Hochzeiten, den Jiannari und den Piperi (Pfeffermahlen) zum Karneval.

Es gibt einige „Weisen", an denen sich die Couplets (Zweizeiler) anpassten. Laut Alter Musiker existierten auf Karpathos mehr als hundert davon, während es auf Kassos mehr als 70 gab. Viele von ihnen waren auf beiden Inseln bekannt. Um sich leichter zu verständigen, gaben die Musiker den Melodien Namen, entweder nach der Person, die sie zuerst spielte, oder nach dem Anlass, für den sie sie sangen, oder nach der Person, der sie gewidmet war, dem Dorf aus dem sie kam, oder nach dem Kehrreim, d.h. dem Wort oder Satz, der bestehen blieb, auch wenn sich die Zweizeiler änderten.



Info und Videos zu den Tänzen


Antipatitis (Griechisch)                                                                                                

 
   

  

 

 

Gonatistos  (Griechisch)                                                                                             

Nach dem „Kato" folgt der „Gonatistós" mit den gleichen Schritten, nur schneller und mit einem Knicken der Knie bei jedem Schritt, begleitet von speziellen Liedern. Ab einem gewissen Punkt wird er lebhafter und geht zum „Páno Choró" über.
   
  


Kato Choros

Mit ihm beginnt immer das Tanzen auf den Festen. Es eröffnen ihn immer die Männer, in der Folge fassen sich die Frauen über Kreuz an und am Ende muss wieder ein Mann sein.
Jeder Mann hat „seine" Tänzerinnen um sich, die mit Zweizeilern (=Mantinádes) gepriesen werden.
Die Schritte sind in der Form „Sta tria".Der Siganos wird ziemlich lang getanzt, gefolgt vom Gonatistos, um dann im Pano Choros zu enden
   
  


Kefalonitika 

Der Tanz hat auch zwei Teile, der erste, langsame Teil mit Gesangbegleitung, der zweite, schnelle Teil mit Instrumentalmusik. Die Tänzer sind an den Schultern oder über Kreuz angefasst.
Seinen Namen hat der Tanz vom Lied dazu, das über die Schiffe von der Insel Kefalonia erzählt.
   
  


Pano Choros                                                                                         

Er wird von Frauen und Männern getanzt und ist der beliebteste Tanz von Nordkarpathos. Seine charakteristischen Merkmale sind die fortwährenden Sprünge in einem Rhythmus, der immer schneller wird, bis die Sänger stoppen und die Instrumente nur noch spielen. Die Tänzer wechseln die Führung, wenn der erste müde wird. Er geht mit seiner Partnerin zum Ende des Kreises und wird durch das letzte Paar ersetzt. Normalerweise folgt dem Pano Choros der Kato Choros oder richtiger der Siganos (langsam) oder einer sanfteren Variation des Pano Choros, so dass das Lied wieder beginnen kann. Als Vorspiel zum Pano Choros wird der Gonatistos mit seinem charakteristischen Beugen der Knie.

   
  

 

Servos 


Dieser Tanz hat auch zwei Teile, den langsamen mit Gesang und den schnellen mit Instrumentalmusik. Die Tänzer sind über Kreuz angefasst, nur umgekehrt als üblich, rechts über links, da der Tanz nach links geht und so der Erste Bewegungsfreiheit hat.
Der zweite Teil hat zwei verschiedene Formen, eine davon aus Olymbos.
„Links-Tänze" gibt es auch auf anderen Dodekanes-Inseln
   
  

 

Sousta                                                                                     

Soústa
Die Soústa hat gemeinsame Elemente mit dem Páno choró, mit dem einzigen Unterschied, dass die Bewegungen nicht so klein sind, sondern nach rechts und zur Mitte des Kreises führen und zurück.
Der Susta wird nicht so oft getanzt wie andere Tänze. Die Nordkarpathioten ziehen den Siganos und den Pano Choros vor. Manchmal intonieren die Lyraspieler den Susta, der Mandinaden haben kann, aber auch nur instrumental gespielt wird. Eine langsame Variation des Susta ist der Kefalonitika. Gewöhnlich wird der Susta zum Ende der Feier getanzt, wenn das Feuer heruntergebrannt ist.
   
  

 


Sirmatikos                                                                                      

 
   
  


Arkistis                                                                                               

 
   
  

 

 

Sakelaris                                                                                                 

Ο Σακελάρης είναι και αυτός από τους ξεχασμένους χορούς. Σε κανένα χωριό δεν τον θυμούνται παρά στο Με-
σοχώρι και στα Σπόα. Λένε ότι ήταν αστείος χορός, είχε συγκεκριμένο τραγούδι και χορευόταν τις Απόκριες, ή στο τέλος ανεπίσημων γλεντιών.