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Limnos

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Limnos

Die Insel Limnos ist seit der neolithischen Zeit bewohnt, lernte viele Eroberer kennen und erlebte während der brutalen Türkenherrschaft in Orlofika 1770 Metzeleien und Zerstörungen bei ihrem glücklosen Befreiungsversuch mit Hilfe der Russen. Sie vereinten sich mit Griechen¬land nach den Balkanischen Kriegen.
Limnos ist eine Insel mit reicher Tradition in der Musik. In den Büchern von N. P. Andriotis und S.P. Moustakas, die mehr als hundert Lieder und sehr viele Couplets enthalten, erfahren wir, dass fast alle Arten von Liedern wie Akritika, Paralogien, Historische Lieder, Katalogien (?) auf Limnos weit verbreitet waren. Die meisten von ihnen waren reine Vokallieder. Die Tanzlieder wurden meistens von der Lyra und der Laute begleitet, die in den letzten Jahren von der Lautengitarre, Tambura oder der Buzuki ersetzt wurden, welche die Melodie in niedrigen/unteren Oktaven spielt. Früher fehlten auch nicht die Violinen und Santuri. Die lokalen Tänze von Limnos sind der Kechagiadhikos, der Bros-Piso (Vorwärts-Rückwärts), der Patima und der Panagia Tanz aus dem gleichnamigen Dorf, ebenso tanzen sie den Ballos, Sirtos, Zeimbekikos, Kalamatianos. Bei Hochzeiten fehlen auch nicht die europäischen Tänze wie Walzer, Quadrillen, Polka.

 

Info und Videos zu den Tänzen

 

Panagia                                                                                            

 Sein Name kommt aus dem Dorf Pnagia (=Mutter Gottes). Er wird im offenen Kreis von Männern und Frauen zu allen Anlässen (Hochzeiten, Dorffesten) getanzt und ist eine schnelle „chassápiko" Art.

 
 

  

 

 

Patima (Στο πάτ' μα ,Λήμνος)

Dieser Tanz bekam seinen Namen durch die Art der Tanzschritte. Heute wird er meistens auf der Lyra im langsameren Rhythmus und mit verschiedenen Phrasierungen gespielt.Getanzt wird er zu allen Anlässen (Dorffesten, Hochzeiten, Feiern usw.) von Männern und Frauen in Schulterfassung.Es ist eine Art schneller „Chassápikos", bei dem kräftig auf beiden Füßen gefedert wird.

   
  

 

Simpetherkatos

Er wird von Männern und Frauen in Schulterfassung wie eine schnelle „Chassápiko"-Form getanzt, auf den Hochzeitsfesten von der Braut und dem Bräutigam, den Schwiegereltern beider und den Trauzeugen, mit Lyra-Spiel und Zweizeilern, voller Lob und Wünschen für das Brautpaar und die Schwiegereltern.

 
 
  

 

Tsechajadikos

Tsachajádikos (Kechajádikos)

Von den charakteristischen Limnos-Tänzen, dessen Name aus dem gleichnamigen Lied stammt, das sich auf den Kechajá bezieht, den mächtigen Verwalter der Viehzucht.
Getanzt wird er frei, hauptsächlich von Männern, aber auch von Frauen, zu allen Anlässen (Feiern, Hochzeiten, Dorffesten).
Variiert wird das Tanzgrundmuster mit Hocken und Drehungen.

 
 
  

 

Tsombanikos

Hauptsächlich ein Männertanz, der frei, einander gegenüber getanzt wird. Variationen sind meist Drehungen, Hocken, Händeklatschen.
Zu allen Anlässen beliebt (Hochzeiten, Dorffeste usw.)