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Samothraki

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Samothraki 

Die Insel Samothraki, die schon seit prähistorischer Zeit von griechischen Völkern bewohnt war, bestand alle die Prüfungen, welche unsere Rasse erlebt, mit dem Höhepunkt der totalen Zerstörung durch die Türken und der Ermordung des größten Teils der Bevölkerung ohne irgendeinen Anlass durch die Flotte von Karalis im Oktober 1821. 1912 wurde sie zusammen mit den anderen Inseln des Thrazischen Meeres befreit.
Als eine Insel ist Samothraki stark isoliert, aber auch mit ausgewähltem Beziehungen zu anderen Insel und Häfen. Es gibt große Unterschiede zwischen den musikalischen Niederschriften des 19. und denen des 20. Jahrhunderts. Dieser Unterschied ist noch größer geworden, so dass heutzutage die Musiker weder die alten samothrakischen Hochzeitslieder noch die örtlichen Weihnachts- und Neujahrslieder mehr kennen. Ein anderes Phänomen, das in den örtlichen Traditionen zu verzeichnen ist, ist die Eingliederung verschiedener ausländischer Elemente. So finden wir volkstümliche Lieder, die zu Beginn des 20. Jahr¬hunderts weit verbreitet waren wie „Das Hirtenmädchen" oder „Der Jäger", die Eingang in die Tradition gefunden haben. Das gleiche gilt für viele folkloristische Lieder von bekannten Komponisten. So finden wir unter den traditionellen Liedern auch „Kleine Helena", „Die Krankenschwester", „Die Brünette" usw. Noch ein anderer Faktor mit meistens unerwünsch¬ten Folgen sind die von den Musikern selbst kreierten Lieder. Die meisten von ihnen sind in den Versen und der Musik weit unter dem Standard der Originale. So können sie leicht erkannt und isoliert werden. In den seltenen Fällen, wenn eines der neuen Lieder interessant erscheint, ist es aber besser es seiner Umwelt und der Zukunft zu überlassen, um zu entscheiden, ob es vergessen werden wird oder seinen Platz in der lebendigen Tradition als Allgemeingut findet.
Wir können nicht absolut sicher sein, wann ein Lied nur zu einer Region gehört. Das gleiche Lied mit oder ohne Variation kann auch auf einer benachbarten Insel gesungen werden. Der Kechagiadhikos Tanz aus Limnos ist unter dem Namen Limnios auch auf Imbros sehr populär, wo wir auch den Pingi-Tanz antreffen, der sich von dem bekannten aus Mytilini unterscheidet. Schließlich finden wir auch den bekannten Azizies, aber unter dem Namen Tenedio, ohne sicher zu sein, ob er aus Tenedos stammt. Sogar die Hochzeitslieder, zu denen fast immer nur regionale Couplets gesungen wurden, sind in vielen Regionen bekannt. Es gibt viele Gründe dafür, aber wir erwähnen hier nur den Einfluss der kleinasiatischen Musik vor und nach der kleinasiatischen Katastrophe, die Verbreitung des Grammophons und die „Sammlungen" von traditionellen Liedern in Anthologien, die oft zur Festigung von Fehlern weit entfernt von jeder Authentität führt.
Auf Samothraki gibt es viele örtliche Tänze wie der Jiar-Jiar, der laut K. Stergiou von der Verhunzung des türkischen Ausrufs Yiarem-aman stammt, den Platanisios Sirtos (= Platanen-Sirtos), der an Festtagen und bei Hochzeiten um die große Platane des Dorfplatzes getanzt wird, der Stavrotos, der Kechagia oder Limnios. Es gibt auch die anderen Inseltänze wie der Ballos, Sirtos, Kalamatianos, Chassapikos, Servikos, wie auch den Zeimbekikos und Karsilamas, die ihren Ursprung meistens in Kleinasien haben. Schließlich sind in der städtischen Gesellschaft auch die europäischen Tänze üblich, die auf Festen zusammen mit den traditionellen gespielt werden. Die Hauptinstrumente der Zigia (Musikgruppen) sind die Violine und die Laute. Früher wurden auch die Santuri und die Oud gespielt, die heute nicht mehr benutzt werden. In den letzten Jahren haben die Buzuki, die Tambura (Flöte) sowie das Akkordeon ihren Weg in die Orchester gefunden.

 

 

Info und Videos zu den Tänzen

 

Jar-jar (Γιαρ Γιαρ Σαμοθράκη)

Jar-jar (....malerei)
Ein lokaler Tanz, zu allen Anläßen von Männern und Frauen im offenen Kreis getanzt.
 
 

  

 

 

Platanissios syrtos

Platanissios syrtós (=aus Platáni)
Eine Art von Inselsyrto, von Männern und Frauen im offenen Kreis zu allen Anläßen getanzt, wobei der Erste mit Drehungen und Hocken variiert.